Frankreich- Austausch 2017  

BTag 1: Aufbruch nach Frankreich

Aufgeregt und mit großer Vorfreude auf das Abenteuer fuhren wir, die Französisch-Schüler der 9. Klassen, erst einmal von Baden-Baden aus nach Karlsruhe und dann auf dem direkten Weg nach Paris mit dem TGV. In Paris angekommen, übermannte uns die Atmosphäre dort und wir konnten es kaum mehr erwarten. Nach einer Stunde mit der Metro und der Straßenbahn sind wir in unserem Austausch-Dorf Jouy-le-Moutier angekommen. Mit ein paar Metern zu Fuß waren wir dann auch in der Schule, die aber eher an ein Gefängnis erinnerte. Drinnen haben uns schon die Franzosen willkommen geheißen. Nach einer kurzen Kennenlernrunde, einer Schulrundführung und einem brennenden Auto gingen wir dann auch zu unseren Austauschfamilien. Jeder von uns wurde dort herzlich aufgenommen. Den Rest des Tages verbrachten wir bei unseren Austauschschülern, um sie besser kennenzulernen.

Tag 2: „Ici c´est ? ... Paris !“

Am zweiten Tag ging es dann für uns heiß ersehnt zur Fashion-Metropole und Stadt der Liebe: Paris. Im Reisebus unterhielten wir uns mit den Franzosen, welche uns französische Musik und Trends zeigten. Als wir den Eiffelturm sahen, konnten wir es kaum abwarten auszusteigen. Nach einigen Fotos später gingen wir weiter zum Grab von Napoleon und zu den Champs-Elysées, die Einkaufsstraße schlechthin in Paris mit sämtlichen Luxusläden wie Gucci und Louis Vuitton. Das Highlight war dann, als wir hoch oben auf dem Eiffelturm standen.
Von dort aus konnte man ganz Paris sehen. Danach ging es für uns wieder nach Jouy-le-Moutier. Im Bus herrschte Partystimmung und wir lernten uns immer besser kennen. Die Musik war voll aufgedreht, nicht ganz zum Wohle der Lehrer, aber umso lustiger für uns. Erschöpft vom ganzen Laufen verbrachten wir dann den restlichen Tag bei den Familien.

Tag 3: Ausflug in die Geschichte

AAm dritten Tag widmeten wir uns unseren Geschichtsprojekten. Wir haben eine Führung bekommen, bei der wir vieles über die beiden Weltkriege und Hitler erfahren haben, stets begleitet von unserem Aufpasser, der in der Schule angestellt war. Er zeigte uns Panzer, die im Krieg benutzt wurden, den nachgebauten Wagon, wo der Waffenstillstandsvertrag des 1. Weltkriegs unterzeichnet wurde und vieles mehr. Danach sind wir in das Dorf Tracy-le-Mont gefahren, da das Dorf direkt an der Front von Deutschland und Frankreich im 1.Weltkrieg lag. Dort wurde uns vieles über das Leben der Soldaten erklärt. Wir konnten die Häuser sehen, wo die Soldaten verpflegt wurden und die Schützengräber, worin sie sich geschützt haben. Als es vorbei war, fuhren wir nach Jouy-le-Moutier und unternahmen wieder etwas mit unseren Austauschschülern.

Tag 4 und 5: Das Wochenende

In den beiden Tagen haben wir etwas mit unseren Gastfamilien unternommen. Am Samstag sind die meisten von uns Lasertag spielen gegangen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Und da es ein Teamspiel war, konnten wir uns besser mit den Franzosen anfreunden. Dies war aber nicht nötig, da wir schon davor in den letzten Tagen uns mit ihnen angefreundet hatten, daher machte es uns noch mehr Spaß. Wir hätten nicht gedacht, dass man sich so schnell mit Fremden, die sogar eine andere Sprache sprechen, anfreunden kann. Am Sonntag sind die meisten von uns nochmal nach Paris gegangen. Wir konnten nochmal vieles anderes von der Stadt sehen und wir waren wieder voll von ihr ergriffen. Wir waren essen im KFC und haben viele Sachen für uns und unsere Familien gekauft. So schnell wie der Tag angefangen hatte, so war er auch wieder leider vorbei.

Tag 6: Die Schule fängt an (1)

GruppenfotoAm Montag konnten wir in den Schulalltag der Franzosen eintauchen. In der Schule hat uns jeder gleich sehr nett aufgenommen. Im SLZ der Schule arbeiteten wir an unseren Geschichtsprojekten. Danach nahmen wir am Musikunterricht teil, wobei wir mit eingebunden wurden. In der Pause aßen wir in der Kantine und lernten neue Leute kennen, mit denen wir dann geredet oder Basketball gespielt haben. Danach hatten wir eine Mischung aus Geschichte und Erdkunde. Dies nutzten wir aber eher, um uns mit den Schülern zu unterhalten. Nach der Schule trafen wir uns auf dem Basketballplatz, was so unser Treffpunkt war. Dort lernten wir wieder neue Leute kennen, die gleich was mit uns gemacht haben und super nett zu uns waren. Dabei sind auch viele neue Freundschaften entstanden.

Tag 7: Die Schule fängt an (2)

Am nächsten Tag arbeiteten wir an unseren Geschichtsprojekten weiter, die wir dann den unteren Klassen mit unseren Austauschpartnern vorstellen mussten. Wir nahmen auch wieder am Unterricht teil, der von der Direktorin gestört wurde, weil sie meinte, dass manche Schüler sich negativ zur Schule äußern und das nicht erwünscht sei. Danach war die Abschlussparty, bei der eine Bomben-Stimmung herrschte. Wir hatten eine Menge Spaß beim Tanzen und Singen, aber uns war noch nicht klar, dass das unsere letzte Stunde mit den Franzosen in Frankreich sein sollte.

Tag 8: Abschied

Am Morgen war es dann soweit, uns von den Austauschfamilien zu verabschieden. An der Schule angekommen, sahen wir sie alle noch einmal. Wir machten ein Gruppenfoto, bevor wir uns auch von ihnen verabschieden mussten. Wir wussten, dass wir sie in Deutschland wiedersehen würden, aber die ganzen anderen Leute, die wir dort kennengelernt haben und mit denen wir Freundschaften geschlossen haben, würden wir nicht so schnell wiedersehen. Wir konnten es einfach nicht wahr haben, dass das alles jetzt vorbei ist. Auf der Zugfahrt nach Hause war eine getrübte Stimmung. Wir erinnerten uns an die schöne Zeit, wobei auch die ein oder andere Träne floss und wir Pläne machten zurückzugehen. In Baden-Baden angekommen, freuten wir uns auf unser zu Hause. Aber die Zeit in Frankreich werden und wollen wir nie vergessen.