There is no planet B

Entscheidend ist nicht, wie sehr man sich bemüht, sondern wann man damit anfängt
Im Rahmen des Erdkundeunterrichts und der Bewegung „fridays for future“ haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 des Gymnasiums Hohenbaden eine UN-Klimakonferenz abgehalten. Sie vertraten hierbei die Interessen verschiedener Staaten und Staatenverbände, sowie die der Brennstoffkonzerne und Klimaschützer. Ziel war es die Temperaturerhöhung durch den Klimawandel unter 2° Celsius zu halten. Das Festlegen eines Emissionshöchststandes oder dem Beginn der Reduzierung der Emissionen, sowie die Aufforstung der Wälder sind die ausschlaggebenden Faktoren hierfür.
Klimakonferenz TeilnehmerfeldWie es bei einer UN-Klimakonferenz üblich ist, wurde diese vom Vorsitzenden (Herr Hoppe) eröffnet, der alle Beteiligten über die aktuelle Situation informierte. Anschließend fand die erste von vier Verhandlungsrunden statt. Es wurde heftig diskutiert und verhandelt. Keiner wollte Kompromisse eingehen. Am Ende der ersten Verhandlungsrunde gingen die Verhandlungspartner mit dem Wissen auseinander, dass sie ihr Ziel längst nicht erreicht hatten. Um dies zu überprüfen, wurden die verhandelten Ergebnisse in einen Simulator eingegeben, der anhand dieser die Temperaturerhöhung berechnete. Und tatsächlich: nach der ersten Verhandlungsrunde betrug die Erderwärmung 3,1° Celsius. Das Ziel wurde verfehlt.
Niemand wollte dieses Ergebnis hinnehmen. Es ging in die zweite Verhandlungsrunde. Es wurde erneut diskutiert und verhandelt und auch nach dieser Runde wurden die Ergebnisse ausgewertet. Das Ziel war immer noch nicht erreicht. Nun betrug die Erderwärmung 2,8° Celsius.                     
Auch mit diesem Ergebnis war niemand zufrieden. Es wurde erneut verhandelt und diskutiert. Der Druck auf die Mächtigsten und auf die, die am wenigsten kooperierten, wurde erhöht. Doch so langsam aber sicher wurde allen bewusst, dass es nicht einfach werden würde die 2-Gradmarke zu erreichen. Während der ganzen Verhandlung ging es nämlich hauptsächlich ums Geld. Die Staaten, die am meisten davon hatten, waren meistens nicht daran interessiert, dieses für die „Rettung der Erde“ einzusetzen. Auch die Wirtschaft war einigen wichtiger, als das Klima. Und so war auch das Ergebnis der dritten Verhandlungsrunde ernüchternd. Die Temperaturerhöhung lag nun, zur Freude der Brennstoffkonzerne, immer noch bei 2,7° Celsius.  Und auch nachdem China, der störrischste Verhandlungspartner unserer Konferenz, einer weiteren kleineren Veränderung zustimmte, änderte sich nichts an diesem Wert.
Allen haben bei diesem Rollenspiel erfahren, wie schwierig derartige Verhandlungen und Konferenzen sind. Es geht meistens mehr ums Geld und um die Wirtschaft als um das eigentliche Thema. Jeder will, dass sich etwas ändert, aber keiner ist bereit die notwendigen Kompromisse einzugehen und Zugeständnisse zu machen.
Nach den Verhandlungen wurden weitere Szenarien simuliert, die zeigten, dass es eigentlich völlig egal ist, wie sehr man sich bemüht durch Reduzierung der Emissionen die Erderwärmung zu stoppen. Es kommt eigentlich nur darauf an, dass man frühzeitig mit den nötigen Änderungen beginnt. Und solange das den echten Politikern nicht klar ist und diese sich nur um ihre Wirtschaft und ihr Geld sorgen, wird sich so schnell wohl nichts an der derzeitigen Situation ändern. Und das obwohl wir nur einen Planeten haben, auf dem wir und die zukünftigen Generationen leben können.
Unser Ergebnis sollte alle, besonders die Personen in der Politik, zum sofortigen Handeln motivieren. Wir bestimmen heute, wie die Zukunft aussehen wird. Es ist 5 vor 12!
Es bleibt weiter festzustellen: There is no planet B!

von Tabea Rauchfuß

Eine Klimakonferenz am Hoba - Schüler diskutieren über ein weltweites Thema: den Klimawandel

Über drei Wochen arbeiteten sich SchülerInnen der Klassenstufe 10 in ein Land oder eine Gemeinschaft von Ländern ein. Sie veranstalten über zwei Doppelstunden eine Klimakonferenz. Neben der USA und der EU waren auch China, andere Entwicklungsländer und andere Industrieländer vertreten. Neben Staaten waren auch Umweltaktivisten und Chefs der fossilen Brennstoffindustrie anwesend. Das Ziel der Konferenz war den Temperaturunterschied bis zum Jahr 2100 auf 2°C zu senken. Denn wenn kein Land etwas gegen den Klimawandel unternimmt, wird die Temperatur um 4,5°C bis um das Jahr 2100 steigen. Die vermeintliche Reduktion um „nur“ 2,5° stellten sich als nicht so einfach heraus, wie am Anfang angenommen.
In der Vorbereitungsphase, die eine Doppelstunde andauerte, bekamen die verschiedenen SchülerInnen verschiedene Hintergrundinformationen um sich besser mit ihren Staaten auseinander setzen zu können. Darauf waren Statistiken zu sehen, die zum einen die CO2- Emissionen bis voraussichtlich ins Jahr 2030 zeigte. Darauf waren China, andere Entwicklungsländer und andere Industrieländer als Top-Emittenten zu sehen. Eine andere Statistik zeigte die CO2-Emissionen pro Person in Tonnen pro Jahr (Stand 2013). Dabei waren vor allem die USA und die anderen Entwicklungsländer die führenden „Kräfte“v. Darüber hinaus zeigt ein Fließtext die aktuelle globale Situation auf.
Daher lag vor allem in der ersten der insgesamt vier Verhandlungsrunden, die abgehalten wurden, der Fokus der anderen Staaten auf den USA. Das erste Ergebnis  lag bei ungefähr +3,1°C. In den folgenden Verhandlungsrunden zeigte sich die USA als sehr kompromissbereit. Daraufhin rückte vor allem China in den
Fokus, die sich quer stellten. China verweigerte die Zusammenarbeit mit anderen Staaten, falls sie kein Geld aus dem „Green Climate Fund“ bekommen sollte. Das Problem war allerdings, dass Indien und die andere Entwicklungsländer sich schon mit der EU geeinigt hatten, dass sie 100% des GCF bekommen sollten, der insgesamt 100 Milliarden $ beinhaltete. Als das Ergebnis von der dritten zur vierten Verhandlungsrunde um 0,1°C stieg, gaben die SchülerInnen bei +2,7°C auf. Somit hatte die fossile Brennstoffindustrie ihr Ziel erreicht. Das Ziel lag bei +2,2°C, da dadurch der Nordpol schmelzen würde, womit sie mehr Erdöl abbauen konnten, da darunter ein sehr großes Vorkommen liegt.
Die Klimakonferenz war eine lehrreiche Erfahrung, da so jeder Beteiligte bemerkte wie schwierig die Klimapolitik eigentlich ist. Und was für Folgen die Klimaerwärmung hat.
In der Nachbesprechung kristallisierte sich heraus, dass nicht die Reduktionsrate der entscheidende Faktor ist, sondern der Startpunkt der Reduktion. Darum sollten sobald wie möglich alle Länder anfangen ihre Emissionen zu reduzieren.

von Morris Schleif