Medienkompetenz: Gefahren des Internet

Achte Klasse diskutiert mit einem Mitarbeiter der Polizei

Am Dienstag, 21.04.2009, kam Herr Walter von der Polizeidienststelle Baden-Oos in unsere Schule, um mit der Klasse 8b im Rahmen des Deutschunterrichts bei Herrn Ewinger über Gefahren des Internet zu sprechen.

Gefahren des Internet 8bGefahren des Internet 8bGefahren des Internet 8b

Nach einer gemeinsamen Runde, in der die Schülerinnen und Schüler über ihre PC-Gewohnheiten Auskunft geben konnten, ging es in vier Arbeitsgruppen um die Themen „Nickname und E-Mail-Adresse”, „Erstellen von einem Profil”, „Computer-/Onlinespiele” und „Handy”.

In der anschließenden Besprechung der Ergebnisse legte Herr Walter den Schwerpunkt vor allem auf zwei Fragestellungen: Welche Aktivitäten sind illegal und können straf- und zivilrechtlich verfolgt werden? Wie können sich Jugendliche vor Risiken schützen, die bei der Nutzung sozialer Netzwerke wie schülerVZ oder beim Chatten lauern?

Welche Aktivitäten sind illegal?

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, was erlaubt ist und was nicht. Vielen war außerdem nicht klar, dass jede Aktivität im Internet Spuren hinlässt, und dass sich über die IP und den Provider zurückverfolgen lässt, wer auf welchen Seiten war und wer was auf die eigene Festplatte heruntergeladen hat.

Sicher konnten nicht alle Fragen der Schüler vor allem auch zu urheberrechtlichen Grenzfällen erschöpfend in den neunzig Minuten beantwortet werden, doch gelang es Herrn Walter immer wieder, auf die wesentlichen Punkte zurückzuführen und Grundsätzliches unmissverständlich und mit deutlichen Hinweisen auf die straf- und zivilrechtlichen Folgen zu klären.

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Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Der Satz „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht” und die Beispiele aus dem Polizeialltag, wenn im Rahmen von angeordneten Hausdurchsuchungen die Computer der Familie für Monate beschlagnahmt werden, oder die Summen, die für illegal heruntergeladene Musiktitel zu zahlen sind, werden den Schülern sicher im Gedächtnis haften bleiben.

Wie können sich Jugendliche vor Risiken schützen?

Dass Kinder und Jugendliche über das Internet Opfer pädophil veranlagter Täter werden können, ist den meisten bekannt. Doch bleibt dies offenbar nur ein sehr abstraktes Wissen, das bislang wenig Auswirkungen auf das konkrete Verhalten der Schüler und Schülerinnen in den scheinbar geschützten Chatrooms sozialer Netzwerke hat. Auf die Frage, wer zum Beispiel in seinem Profil bei schülerVZ seinen vollständigen Namen, Telefonnummern, Adressen oder auch Schule und Klasse angegeben hat, hoben teilweise mehr als die Hälfte der Anwesenden die Hand. Manche erklärten sogar, dass sie Fotos von sich dort hochgeladen haben.

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Bleibt zu hoffen, dass die teilweise drastischen Fallbeispiele aus der Realität, über die Herr Walter aus erster Hand eindringlich zu berichten wusste, einige wach gerüttelt und dazu bewegt haben, seinem Rat zu folgen: Sobald ihr heute zu Hause seid, alles Persönliche aus eurem Profil herausnehmen!

Medienkompetenz – ein Teil unseres Präventionskonzeptes

Es war das zweite Mal, dass Herr Walter an unsere Schule kam. Bereits im letzten Schuljahr konnte die jetzige Klasse 9 an dieser Veranstaltung teilnehmen. Bis zum Sommer wird er in der Jahrgangsstufe 7 und 8 alle Klassen besuchen. Für das kommende Schuljahr ist vorgesehen, bereits die 6. Klassen mit einzubeziehen.

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