Hoba goes Israel 2016

Am 17. März 2016 zu nachtschlafender Uhrzeit begann unser Austausch mit unserer Partnerschule in Hadera. Unser Reisebus brachte uns nach Basel zum Flughafen, damit wir dort planmäßig gen Tel Aviv starten konnten.
Dort wurden  wir unheimlich herzlich und mit vielen Umarmungen von unseren Austauschschülern und ihren Lehrern Lena und Shuki begrüßt. Nach einem großen Hallo, in welchem jeder seinen Austauschschüler erfolgreich gefunden hatte, bestiegen wir den Bus nach Hadera.

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An der Schule mit einem großem Campus gab es für uns alle einen leckeren Lunch im Lehrerzimmer der Schule: Hummus, Fladenbrot, frisches Gemüse, Falafelbällchen. Lecker! Jetzt sind wir tatsächlich in Israel angekommen!

In den folgenden Tagen zeigten uns unsere Austauschschüler mit ihren Lehrern ganz viele schöne Plätze, Städte und Gegenden in Israel.
Am ersten Tag war es Tel Aviv mit dem wunderschönen Sarona Market, dem Platz von Itzhak Rabin, einen landestypischen Flohmarkt und natürlich die Altstadt von Jaffa. In Tel Aviv pulsiert einfach überall das Leben, man sieht alte Gebäude neben supermodernen, eben eine Stadt, in der man immer wieder etwas Neues entdecken kann.
Aufgelockert wurde der Tag durch kleine Spiele, damit sich die Gruppe untereinander besser kennenlernt. Und wir feierten gemeinsam am Hafen den Beginn des Sabbats.                   
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Am Samstag (dort der Sonntag) hatte jeder Schüler sein individuelles Programm mit der Gastfamilie.
Am Sontag ging es nach Nazareth mit der Verkündigungskirche. Hier hatten wir das Glück, es war ja Palmsonntag, eine Palmsonntags-Prozession zu erleben mit Dudelsäcken und echten Palmwedeln. Das war ein tolles Erlebnis!
Anschließend ging es nach Haifa, vorbei an den Gärten der Bahai hoch hinauf zur Kirche Stella Maris mit einem wunderschönen Ausblick über Haifa.
Der folgende Tag startete mit einer langen Busfahrt durch die judäische Wüste zur Festung Massada. Diese von Herodes auf einem natürlichen Hochplateau errichtete Festung diente auch den jüdischen Aufständischen gegen die Römer als letztes Bollwerk. Es wurde von den Römern schließlich mit einer gewaltigen Belagerungsrampe bezwungen, was wir durch unseren Anstieg ein wenig nachvollzogen. Nach einer gründlichen Besichtigung der auf dem Hochplateau befindlichen Anlagen und dem sich anschließenden Abstieg über den Snake Path fuhren wir schließlich zum Toten Meer. Hier endlich werden die immer als übertrieben belächelten Beschreibungen der Fremdenführer bestätigt: Das Tote Meer trägt uns wirklich!
Am Dienstag ging es mit den Römern weiter, wir besichtigen Caesarea am Mittelmeer, eine Hafenstadt mit wechselvoller Geschichte und vielen gut erhaltenen römischen Überresten.
Selbst das Aquaedukt steht noch, das die Stadt damals mit frischem Wasser versorgte.IMG 4162

Abends fand an der Schule eine Purim-Party statt, also für uns eine Faschingsparty mit lauter Musik und guter Stimmung.
Den letzten Tag verbrachten wir in Jerusalem. Dort begaben wir uns zunächst nach Yad Vashem, dem Schoah (Holocaust) - Gedenkmuseum. Nach Nationalitäten getrennt wurden Deutsche und Israelis durch den Museumskomplex geführt. Anhand der Viten von Schoah- Opfern wird das grausame Schicksal des jüdischen Volkes während der Herrschaft der Nationalsozialisten gezeigt. Durch diese Art der Darstellung wird die Schoah zur persönlich nachvollziehbaren Grausamkeit. Sehr eindrucksvoll sind ein Haufen Schuhe, welche direkt aus Auschwitz stammen. Im Anschluss an die Führung, welche an keinem spurlos vorübergegangen war, gedachte die wieder vereinte Gruppe in einer kleinen Zeremonie an einem Mahnmal der Opfer des Nationalsozialismus.
Von Yad Vashem aus gingen wir hinüber zum Mount Herzl, der Begräbnisstätte von vielen berühmten Israelis, aber auch von vielen jungen Soldaten, die in einem der Kriege gestorben waren. Danach suchen wir einen landestypischen Bazar auf: Eine enge Gasse, zu beiden Seiten von Ständen und Geschäften gesäumt, vor welchen die Besitzer sich aufhalten, um uns lauthals schreiend ihre Waren anzubieten. Man findet hier nahezu alles, von der Kippa über  Weihrauch und Kleidung bis zum Rosenkranz und Gewürzen. Ein Paradies für uns um noch letzte Mitbringsel einzukaufen.IMG 4216

Donnerstag, Tag der Abreise. Die ganze Gruppe traf sich vor der Schule, verabschiedete sich tränenreich mit der Gewissheit des Wiedersehens in vier Monaten in Baden-Baden. Und dann fuhren wir leider wieder mit dem Bus zum Flughafen.
Am Flughafen wurden wir zunächst wie üblich ausgefragt: Name, Herkunft, Reiseziel, ob man vor dem Flughafengebäude oder in demselbigen von einer unbekannten Person mit einem Kurierdienst beauftragt worden sei und einiges mehr. Endlich waren wir durch die Sicherheitskontrollen und hatten eingecheckt.
Aber eigentlich würde jeder von uns gerne seinen Aufenthalt verlängern, die acht Tage waren viel zu kurz für dieses wunderschöne Land.
Daher ist eines gewiss: Israel – wir kommen wieder!

von Anja Rieger