Baden goes Israel

Besuch in Hadera 2007

Dies ist es, was die "Israel-AG" des Gymnasiums Hohenbaden während ihres Israel-Aufenthaltes vom 24.3. bis zum 4.4.2007 erlebt hat:

Nach der Landung in Tel Aviv trifft man sich mit den Austauschschülern und bezieht bei den Gastfamilien in Hadera Quartier. Der nächste Tag beginnt um acht Uhr morgens. Erste Station ist Nazareth, wo die Verkündigungskirche besichtigt wird. Der Überlieferung nach war es hier, dass der Erzengel Gabriel Marien verkündete, dass sie den Messias gebären werde:

Verkündigungskirche

Von Nazareth aus fährt die Gruppe an den Jordan, an die Stelle der Taufe Jesu (Matth. 3, 13–17; Mark. 1, 9–11). Noch heute lassen sich Menschen hier taufen oder nehmen Wasser aus dem Jordan mit, um sich in ihrer Heimat damit taufen zu lassen. Die Gruppe wurde Zeuge einer Taufe orthodoxer Christen, welche vom Balkan angereist waren, um sich an heiliger Stelle taufen zu lassen:

Orthodoxe Taufe am Jordan

Nach dem Besuch dieser heiligen Stätte fährt die Gruppe weiter zum See Genezareth nach Tiberias, einem alten Badeort, wo man sich verweilen darf. Die letzte Fahrt des Tages führt die Gruppe zur Jugendherberge, wo man nach dem Abendessen nächtigt.

Am darauf folgenden Tag besichtigt die Gruppe eine Weinkellerei, wo man auch eine kleine Weinprobe abhält. Im Anschluss daran beginnt eine Fahrt durch das Gebiet der Golanhöhen. Man kann hier noch immer die Spuren der Kriege sehen, welche um dieses Gebiet geführt worden sind: Oftmals zieren Stacheldraht und vor Landminen warnende Schilder die mit alten Panzerwracks garnierte Landschaft.

Mit den Morgenstunden des 28. März bricht ein Höhepunkt des gesamten Programms an: Die Reise nach Jerusalem und durch die judäische Wüste ans Tote Meer.

Wüste Juda

In Jerusalem begibt man sich zunächst nach Yad Vashem, dem Schoah-Gedenkmuseum. Nach Nationalitäten getrennt werden Deutsche und Israelis durch den Museumskomplex geführt, welcher vor noch nicht allzu langer Zeit neu konzipiert wurde. Im Anschluss an die Führung, welche an keinem spurlos vorübergegangen war, gedenkt die wieder vereinte Gruppe in einer kleinen Zeremonie an einem Mahnmal der Opfer des Nationalsozialismus.

Von Yad Vashem aus begibt sich die Gruppe nach Jerusalem, wo man sich kaufend (oder auch nicht kaufend) und feilschend durch einen typischen arabischen Bazar kämpft, passiert eine Sicherheitsschleuse und gelangt zur Klagemauer, diesem letzen Überrest des herodianischen Tempels, heiliger Stätte. Der Tradition folgend legen einige mit Gebetsanliegen beschriebene Zettel in die Ritzen des Mauerwerks, man verharrt im stillen Gebet.

Klagemauer

Der folgende Tag bringt dann eine Fahrt mit dem Bus durch die judäische Wüste am Toten Meer entlang zur Festung Massada. Dieses von Herodes auf einem natürlichen Hochplateau errichtete Bollwerk diente auch den jüdischen Aufständischen gegen die Römer als letztes (und letztlich erfolgloses) Bollwerk. Während die aus Schülern bestehende Mehrheit der Gruppe den Berg zu Fuß bezwingt, zieht es der Lehrkörper vor, die Drahtseilbahn zu benutzen. Nach einer gründlichen Besichtigung der auf dem Hochplateau befindlichen Anlagen und dem sich anschließenden Abstieg (wieder in der gleichen Rollenverteilung, eine rühmliche Ausnahme bildet Anja Rieger, welche sich zum Abstieg mit den Füßen entschied) fährt man schließlich zum Toten Meer. Hier endlich werden die immer als übertrieben belächelten Beschreibungen der Fremdenführer bestätigt: Das Tote Meer trägt den Menschen.

Lesend im Toten Meer

Der darauf folgende Tag bringt eine Besichtigung des alten Hafenviertels von Jaffa mit anschließendem ausgedehntem Einkaufsbummel, zuerst auf dem Markt von Jaffa, dann auf dem Künstlermarkt von Tel Aviv.

Der Garten der Bahai in Haifa

Meeresluft bringt der 1. April mit dem Besuch der Zwillingsstädte Haifa und Akko. In Haifa besichtigt man den Garten der Bahai, welcher außerhalb der Gebetszeiten auch für Touristen zugänglich ist. In Akko wendet man sich nach einem Bummel durch den örtlichen Markt und einem kleinen Vortrag über die Geschichte der Stadt einem Gang am Meer zu. Mit den Gastfamilien wird am Montag, 2.4. das traditionelle Pessach-Mahl gefeiert.

Abschied

Am Dienstagabend schließlich ist Abschiedparty. Man betrachtet den israelischen Mond, welcher der Gruppe zum - vorerst - letzten Male scheint. Der darauf folgende Tag bringt die Trennung der Gruppe. Man wird sich im September wieder sehen.

Tobias Jammerthal (Klasse 12)